Schwangerschaftsvergiftung oder EPH-Gestose

Der Begriff Schwangerschaftsvergiftung ist heute medizinisch nicht mehr korrekt. Früher sprach man umgangssprachlich von der EPH-Gestose, Spätgestose oder Schwangerschaftsintoxikation.

Die EPH-Gestose hat ihren Namen von den englischen Bezeichnungen der drei Symptome:

  • Edema – Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe)
  • Proteinurie – Eiweiß im Urin
  • Hypertension – Bluthochdruck

Heute beschreibt der Begriff Präeklampsie (Schwangerschaftsbluthochdruck) die Schwangerschaftsvergiftung am besten, da die Symptomatik der Schwangerschaftshypertonie im Vordergrund der Erkrankung steht.

Meist tritt der Schwangerschaftsbluthochdruck erst in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft auf.

Früher nahm man an, dass der Körper der schwangeren Frau ein Gift produziert, deshalb auch der Begriff Schwangerschaftsvergiftung. Dies hat sich bis heute im Sprachschatz gehalten.

Schwangerschaftsvergiftung und Schwangerschaftsdiabetes

Mit Schwangerschaftsdiabetes haben sie ein höheres Risiko eine Schwangerschaftsvergiftung, also einen Schwangerschaftsbluthochdruck und die weiteren Symptome zu entwickeln, deshalb werden diese Krankheiten oft im Zusammenhang betrachtet.

Eine besondere Form der Schwangerschaftsvergiftung ist das HELLP-Syndrom. Auch hier steckt eine Abkürzung im Namen. Das H steht für Haemolysis (Auflösung der roten Blutblättchen, den Erythrozyten). Das E und L kommt vom englischen Begriff der erhöhten Leberwerte und das LP beschreibt eine Verminderung der Thrombozyten. Es kommt also zu erhöhten Leberwerten und Blutbildveränderungen.

Durch die Leberfunktionsstörung kann es zu Schmerzausstrahlungen in den rechten Oberbauch kommen.

Diagnose einer Schwangerschaftsvergiftung

Oft fällt der Ärztin oder dem Arzt als erstes der erhöhte Blutduck auf. Aber auch das Eiweiß im Urin kann durch eine einfachen Urintest, mit einem Teststreifen, nachgewiesen werden.

Weitere Symptome wie Ödeme, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und Erbrechen, Augenflimmern und Schwindel werden meist von den Schwangeren selbst wahrgenommen. Begeben Sie sich mit solchen Syptomen unbedingt in ärztliche Behandlung!

Ganz sicher kann eine Präeklampsie durch einen Bluttest nachgewiesen werden.